Athen - September 2017


Es ist schon erstaunlich für uns zu sehen, wie sich das Stadtbild von Athen in den letzten Jahren verändert hat. Während im Jahr 2013 die Krise noch voll zugeschlagen hatte, viele Geschäfte dicht machen mussten und verrammelt waren, ist heute nichts mehr davon zu sehen. Alte Läden sind wieder da, viele neue dazu gekommen, hauptsächlich die großen Ketten, genau wie in Köln, Düsseldorf oder Stuttgart.
Wir haben unser Zimmer im Pan Hotel in der Mitropoleos bezogen, mit seitlichem Blick auf den Syntagma Platz, und machen die Runde durch die City.


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Durch die Ermou geht es zum Monastiraki Platz, wir leisten uns die gute Kebab-Pita von Thanasis (2,- Euro zum Mitnehmen), lauschen einigen Straßenmusikern und ziehen durch die Plaka.


Wir sind auf der Suche nach den Anafiotika-Lokalen, und

obwohl wir schon zig-Mal in Athen waren, haben wir es bis jetzt nicht geschafft, dieses Viertel zu besuchen, entweder waren die Wegbeschreibungen dorthin zu ungenau (am Hang der Akropolis gelegen), oder wir hatten einfach genügend andere Ziele.
Jetzt gehen wir einfach auf der Adrianou über den schönen Marmor und biegen rechts in die Mnisikleous ab. Schon nach ein paar hundert Metern sind wir da. Ab der Lisiou reiht sich treppenartig angeordnet ein Lokal und Café an das andere, hier pulsiert das griechische Leben, auch schon am Nachmittag, Touristen außer uns: Fehlanzeige.


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Da fragt man sich wirklich, wo die Krise geblieben ist. Offenbar ist auch hier die Schere zwischen arm und reich weiter auseinander gegangen, denn wenn ich zum Beispiel die Berichte der Griechenlandhilfe.at lese, kann ich es kaum glauben, was ich hier sehe. Vielen Griechen scheint es einfach gut zu gehen. Wie kann es sein, dass so ein großer Unterschied herrscht? Das Giasemi, Anafiotika Cafe oder die Taverne Geros Tou Moria – die älteste in der Plaka  – sind gut besucht.


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Schon vor einiger Zeit bin ich auf diese Lokale aufmerksam geworden, auch durch den ARD Athen-Krimi, denn einige der Szenen wurden hier gedreht. Und so mache ich mir den Spaß eines Location-Checks, genau das richtige Restaurant mit dem richtigen Blick über das abendliche Athen herauszufinden. Und richtig, es handelt sich um die Dachterrasse der Taverne Sissifos. Der Eckpfeiler der Brüstung ist immer noch beschädigt, wie ein Fotovergleich zeigt. Nur die Beleuchtung wurde inzwischen erneuert. Und über allem thront die Akropolis.




Der Ausblick ist wirklich sehr schön, auch von den benachbarten Lokalen, und die Qualitäts-Spanne der Speisen reicht laut Speisekarten von nobel bis einfach.


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Hierher an den Rand der Akropolis verirrt sich nicht jeder Tourist, und wenn, dann wundern sich offenbar einige, in welcher Ecke sie wohl gelandet sind.


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Wir decken uns derweil in der Plaka mit einigen Mitbringseln ein, von Loukoumakia über Ouzo bis zu einer kleinen Hirtenflöte aus dem Pegasus Music Store, und genießen die letzten Abendstunden unserer Reise unter dem leuchtenden Erechtheion Tempel der Akropolis.


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Stopover Athen: Immer wieder gerne!


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