Vom Reisen und Schreiben

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es handelt sich um ein Zitat aus Wikipedia:

„Als Forschungsreise (früher auch: Studienreise) bezeichnet man eine
Reise, die ein Wissenschaftler zur Erlangung von Erkenntnissen auf seinem Fachgebiet unternimmt. Teilweise werden sie durchgeführt, um in fremden Städten befindliche Bibliotheken und Archive zu konsultieren, häufig dienen sie aber auch dem Studium des wissenschaftlichen Objekts selbst, etwa von Ausgrabungen, Baudenkmälern, Gesteinsformationen oder fremden Tier- und Pflanzenarten.

Eine Sonderform der Forschungsreise ist die meist in entlegene und unzugängliche Gebiete führende Expedition.“

Nun, soweit unterscheidet sich die Forschungsreise also nicht von unserer Urlaubsreise:

Als Urlaubsreise bezeichnet man eine Reise, die ein ganz normaler Mensch zur Erlangung von Erkenntnissen auf ihm unbekanntem Terrain unternimmt. Teilweise wird sie durchgeführt, um auf fremden Inseln befindliche
Tavernen und Pensionen zu konsultieren, häufig dient sie aber auch dem Studium des kulturellen Objekts selbst, etwa von Ausgrabungen, Baudenkmälern, Stränden, Wanderwegen, Gesteinsformationen, Bier- und Ouzosorten oder fremden Tier- und Pflanzenarten, oder nur der Erholung.

Eine Sonderform der Urlaubsreise ist die meist in entlegene und unzugängliche Gebiete führende Reise aus Gründen der
Nissomanie.

So wie damals Alexander von Humboldt mit der Niederschrift der Erkenntnisse seiner Forschungsreisen das Wissen der Welt vermehrt hat, so ermöglicht uns die Niederschrift der Erlebnisse z.B. dieser
Urlaubsreisenden die Darstellung eines recht genaues Bildes des uns unbekannten Terrains, oder wir vergleichen unser Wissen aus früheren Reisen mit dem des Verfassers und wägen es auf Veränderungen ab.

Es ist schon erstaunlich, welch genauen Eindruck wir uns so von den
entlegensten Inseln der Ägäis verschaffen können, ohne sie je betreten zu haben. Als Reisevorbereitung sind diese Berichte optimal, die Erwartungen werden nicht absurd in die Höhe geschraubt und der Déjà-vu-Effekt beim erstmaligen Betreten der Hafenmole ist garantiert.

Leider geht dadurch die eigene Spannung ein wenig verloren, nichts wirklich Überraschendes kann noch passieren, jedoch wenn die Erwartung nur noch aus Anspannung besteht, so soll sie ruhig der Gelassenheit weichen. Und Unvorhergesehenes gibt es dennoch zur Genüge.

Besonders erheiternd sind auch die Kommentare zu diesen Berichten von denjenigen, die einen gänzlich anderen Eindruck der jeweiligen Insel schildern, die etwa die Qualität der Unterkünfte, des kulinarischen Angebotes und der Freizeitaktivitäten unterschiedlich einschätzen.

Darum wäre es wichtig zu prüfen, bei wem man liest und sich seine Eindrücke abholt. Ein vorheriges Abwägen von Artikeln über bekannte Eilande wäre dabei hilfreich.

Denn „Was dem einen sin Uhl is dem andern sin Nachtigall“.

(Und nicht vergessen, wir sind nur Gäste im uns fremden Land,

irgendwie immer nur unwissende Touristen ;-) 

 

 

 

 

 

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