Antiparos - frei wie der Wind

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Paros, Paros, immer wieder Paros.

Doch dieses Mal wagen wir den kleinen Schritt – oder besser gesagt: die kleine Überfahrt. Wir fahren mit dem Ausflugsboot von Parikiá an Paros entlang und nehmen bei Poúnda Kurs auf Antiparos. Die See ist ruhig, der Himmel zieht sich etwas zu.

 

Wir legen an,  suchen uns eine Unterkunft, ganz neu erbaut, ruhig am Ortsrand gelegen. Gar nicht teuer.

 

Die Insel ist schnell erkundet, ein netter Ort, genügend Tavernen, nicht so viel Trubel wie auf Paros. Offensichtlich gibt es eine Clique von deutschsprachigen Ferialinsulanern, die wohl ihren festen Stammplatz im To Kentro auf der Platia hat.

 

Wir halten uns abseits, erwandern die Insel (die Höhle ist leider nicht geöffnet) und machen es uns nett. Doch dann schlägt der Meltemi zu. Und wie. Am Strand halten wir es nicht mehr aus, verkriechen uns in die Klippen nordwestlich des Ortes, es gibt kleine Buchten, die windgeschützt liegen. Wir reisen ab.

Haben wir gedacht. Doch nichts geht mehr.Selbst die kleine Fähre rüber nach Poúnda fährt nicht, liegt festgemacht im Hafen.

 

Sehnsüchtig blicken wir hinüber zum Kirchlein, das in früheren Zeiten das Signal für die Überfahrt gab.

War die Tür geöffnet, gab es einen Gast, holte der Fährmann über. Erzählt man sich wenigstens.

 

Ich lass schon mal unsere Haustür offen stehen. Vielleicht hilft´s.

 

Der Seeweg zwischen Poúnda auf Paros und Antiparos beträgt nur eineinhalb Kilometer, die Fähre bräuchte zehn Minuten,

das könnte man zur Not noch schwimmen.

 

Aber es geht nicht. Wir warten Tag für Tag und sitzen fest.

 

In unserer Klippenbucht, verstecken uns vor dem Wind.

Das neue Zimmer ist doch nicht so toll, der Abfluss defekt,

jede Duschaktion setzt den Schlafraum unter Wasser,

Kälte von oben, unten und von der Seite.

Endlich, nach laaangen sieben Taaagen legt sich der Wind.

Jetzt aber nix wie weg. Ein großer Teil des Urlaubs ist vorbei.

 

Adíos Antíparos.

 
 

 

Inselberichte