I orea Irakliá

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Es dauert schon seine Zeit. Gut eine Stunde schippert

die Express Skopelitis - von Naxos kommend - an den

Stränden Agia Anna, Plaka, Glyfada vorbei, bis sie den Schlenker rüber nach Iraklia macht. Hier in der Meerenge zwischen Naxos, Schinoussa und Iraklia kannst du sie sehen, mit einiger Sicherheit, die Delfine der Ägäis.

Wenn du Glück hast, springen sie vor dem Bug auf und

zeigen ihr Können, als wären sie das Empfangskommitee 

von Iraklia.

 

Viel ist nicht los, wenn die Skopelitis anlegt. Der Sohn

unserer Wirtin macht wie gewohnt den Hafenmeister, sie umarmt uns herzlich und begleitet uns in ihre Pension.

Ihr Mann hat umgebaut, das Restaurant wurde zu Studios,

sie betreibt seit einigen Jahren einen richtigen Supermarkt oberhalb des Perigiali. Wir merken, wir waren schon lange

Jahre nicht mehr hier.

 

Welch ein Fortschritt! So gibt es im Hafenort Agios Georgios neben der Melissa, in der du außer den Boot-Tickets auch

die Dinge des täglichen Bedarfs findest, also noch ein

Geschäft! Und Restaurants! Dimitri´s Place "To Pevkos"

hat neue Besitzer. Der gute alte Schiffskoch ist wohl in

Rente und vertreibt sich die Zeit in der Melissa.

Er hatte das legendäre Restaurant mit dem großen Baum,

auf dem Thomás - sein Hund - seinen Lieblingsplatz hatte,

wenn er nicht gerade hinter den Ziegen her war.

Gegenüber liegt das Restaurant Maistrali, jetzt unsere e

rste Wahl. Freundlicher Service, gute Küche und der Blick

über den Hafenort. So lässt sich´s leben.

 

Zur Abwechslung gehst du am nächsten Abend ins Perigiali.

Und über dem Hafen haben junge Leute noch eine Taverne aufgemacht, ideal für den Absacker. Aber trink nicht zuviel, denn vielleicht geht´s am nächsten Morgen auf zur Johannishöhle.

 

Auf einer wunderschönen Wanderung (mittlerweile durch

rote Markierungen gekennzeichnet) gehst du an der Melissa vorbei hinauf in die Berge - und wieder hinunter, bis du die kleine Glocke erkennst, die den Eingang zur Höhle markiert.

 

 

 

Auf allen Vieren kriechst du hinein, die Taschenlampe im

Mund, es ist stockdunkel. Innen gewöhnst du dich langsam

an die Dunkelheit und erkennst im Schein der Lampe einen kleinen improvisierten Altar. Hier feiern die Iraklier am 29. August ihr Johannisfest. Weiter hinein traust du dich nicht,

die Höhle soll weit bis nach Ios reichen. Schnell wieder

hinaus ins blendende Tageslicht.

 

Iss zur Stärkung ruhig noch einen Apfel, dann aber los, bevor

es dunkel wird. Über den alten Hauptort Panagia erreichst du die Livadi-Bucht mit ihrem weißen Sandstrand und dem türkisfarbenen Meer, ideal für ein erfrischendes Bad im Abendlicht nach der anstrengenden Wanderung.

 

Ja, es existiert noch das alte Iraklia - wie vor vielen Jahren

 - es hat nichts von seinem Reiz verloren 

 

 

 

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