Mykonos - reloaded

 

Diaschau

 

 

Mykonos? Warum ausgerechnet Mykonos?

Nun, als Kykladenfan kann man doch nicht einfach eine der

meistbesuchten Inseln außen vor lassen. Außerdem wollte ich

mal schauen, in wie weit sich Mykonos verändert hat,

seit unserem letzten Besuch vor etlichen Jahren.

 

Fasziniert hatte mich die Insel immer, vor allem wegen ihrer

Atmospähre, dem Nebeneinander von Jet Set und normalem

griechischen Leben, der ursprünglichen Kykladenarchitektur,

der gemütlichen Hafenpromenade und der unglaublichen

Toleranz der Einheimischen, was Fremde und deren Marotten angeht. Mykonos ist nach wie vor das Saint Tropez der Ägäis.

 

Zwei Übernachtungen hatten wir gebucht, in unserem Lieblingshotel Ibiscus, ohne Pool, aber mit Meerblick, recht günstig Mitte Juni, Doppelzimmer für 50,- Euro pro Nacht, 

zentral oberhalb der Stadt gelegen, mit schönem Blick.

Und wenn man etwas gut zu Fuß ist, ist man in 10 Minuten

unten bei den Windmühlen.

 

Der Masterjet brachte uns in einer Stunde von Naxos zum

neuen Hafen nach Mykonos, wobei, es waren fast zwei Stunden,

denn das Anlegemanöver dauerte jeweils ca. 30 Minuten,

es war wohl ein Fahrschüler am Werk.

 

 

 

Aber schon auf der kurzen Taxifahrt zum Hotel zeigt sich

Mykonos am alten Hafen von seiner schönsten Seite -

und macht Lust auf mehr.

 

 

 

Der Blick von unserem Balkon geht von den Windmühlen links

über die gesamte Hafenbucht, im Hintergrund verschwindet Tinos im Abenddunst. 

Das ist die richtige Zeit, zum Sundowner nach Mikri Venetia hinunter zu gehen, von Sikinos kommend sich wieder

ins pralle Leben zu stürzen.

 

 

Die Restaurantklasse ist hier etwas höher. Im Sale & Pepe versorgt der italienische Wirt seine illustren Gäste schon mal mit einem kühlen Rosé. Er soll ja ein ausgezeichneter Sommelier sein.

 

 

Am Marco Polo versucht die nette Skandinavierin - ganz in Mykonosweiß - die ersten Gäste ins Lokal zu locken.

 

 

An der gegenüber liegenden Schule wird die Lautsprecheranlage für die morgige Ferienbeginn-Feier angebracht.

 

 

Die Gyroslokale sind früh am Abend gut besucht, man kann in Mykonos durchaus auch preiswert und lecker essen.

 

 

Uns aber zieht es zuerst ans Wasser zu den Windmühlen,

mit Blick auf Little Venice.

 

 

 

 

Und da ist es wieder, dieses Postkartenmotiv. Unausweichlich

mache ich wahrscheinlich wieder die gleichen Fotos wie vor

33 Jahren, als wir zum ersten Mal hier waren. Damals
wurden noch Dias geschossen.

Ich habe mal versucht, alt und neu gegenüber zu stellen.

Sehr viel hat sich nicht verändert, wie ich finde.

Mykonos reloaded:

 

 

Von den Mühlen hat man einen guten Blick auf Klein Venedig.

 

1981 - etwas weniger los

 

2014

 

1981 - wenig Tische, aber trocken.

 

2014

 

1981 - coole Sonnenbrille

 

2014

 

Es wundert mich schon, dass diese alten Holzbalkone

und -anbauten so lange gehalten haben.

 

1981 - alles so schön grün hier...

 

2014

 

1981 - unsere alte Pita-Bude

 

2014 - ist etwas schicker heute.

 

1981 - Es gab noch Restaurierungsbedarf 

 

2014

 

1981 - Der Blick von Ano Myli auf den alten Hafen

 

2014 - und von der Oberen Mühle heute.

 

Aber wir waren ja bei Mikri Venetia, wir schlängeln uns weiter durch die Massen. Es ist eben ein sehr beliebter Platz,

um den Sonnenuntergang bei einem Gläschen zu erleben.

Hier heißt es: Sehen und gesehen werden. Da stört es auch

niemanden, dass hier jeder Fotos schießt wie Bolle.

 

 

 

 

 

 

 

 

Wir verlassen diesen trubeligen Ort und sehen doch sehr schnell,

dass die Einheimischen neben diesem Touristenboom durchaus ihren normalen Alltag leben - im Gegensatz zum Kraterrand von Santorini, wo es außer dem Tourismus gar kein griechisches Leben zu geben scheint.

Etwas abseits von den Geschäftsstraßen, im Hafenviertel zum Beispiel, kann man sich wunderbar verlaufen.

 

 

 

 

 

 

Etwas versteckt liegt das Openair Kino www.cinemanto.gr

 

 

Schnell findet man zurück in die belebten Gässchen mit ihren Shops und Restaurants.

 

 

 

 

Für die Skandinavian Bar ist es noch viel zu früh.

 

 

Aber in Niko´s Taverna nebenan ist schon viel los.

 

 

 

Ein Highlight für Fotografen: Die Kirche Paraportiani im

Wechsel des Lichts.

 

 

 

Agios Nikolaos tis Kadenas an der Hafenmole

 

 

 

Das Restaurant Kadena (Ankerkette), eines der ältesten im Hafen.
Hier treffen sich nach wie vor die Männer von Mykonos.

 

 

Kaikia im alten Hafenbecken

 

 

Die Mole für die Schiffe nach Delos 

 

 

Ein Hauch von Saint Tropez

 

 

Leider hatte auch Mitte Juni noch unser Lieblingslokal "Antoninis"

geschlossen. Also ging es doch nochmal zurück zum Marco Polo. 

 

 

 

 

Die guten alten Zeiten der White Parties sind allerdings vorbei.

 

 

Die Anzahl der Restaurants ist wirklich beachtlich, aber offensichtlich die Preisgestaltung auch.

 

 

Das Marco Polo wurde uns als eine noch echt griechische Taverne empfohlen, jedoch ist die Qualität leider eher bescheiden.

 

 

Die Preise dagegen nicht, ein kleiner Gyrosteller für 12,- Euro.

 

 

Den hätten wir besser bei Jimmy´s oder im Spilia gegessen. 

 

  

 

Sieht recht gemütlich aus.

Na ja, aber morgen ist auch noch ein Tag.

 

 

Schaun mer mal, vielleicht entdecken wir dann sogar den

berühmten Pelikan Petros.

 

 

 

 

Mykonos - kleine Verbrechen