Naxos - September 2017


Gerade habe ich gelesen, dass die Fähre Express Skopelitis ihre Kykladenroute wieder aufgenommen hat. Nach einer zehntägigen Verhandlungspause Anfang November fährt sie nun zum Glück der Touristen und der Bewohner der Kleinen Kykladen wieder ihre gewohnte Tour. Denn offenbar gibt es jetzt ein neues Gesetz, wonach die Regierung den Kommunalverwaltungen mit Gemeinden von weniger als 5000 Einwohnern das Recht einräumt, selbst Verträge mit sogenannten „unrentablen“ Schifffahrtslinien abzuschließen, um schnell und  aktiv zu helfen. Diese Verträge sollen für ein bis fünf Jahre gelten.
Wir fahren mit ihr Ende September von Donousa über Koufonissi, Schinoussa und Iraklia nach Naxos, zum Schluss unserer Reise, Naxos Plaka für zwei Tage, bevor es über Athen wieder nach Hause geht. Zu dieser Zeit ist selbst das sonst trubelige Naxos eher ruhig, wir sind offenbar die einzigen Gäste in unserer Pension, etwas entrückt von der Uferstraße und dem Rest der Welt mit Blick auf das Meer.


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Die zahlreichen Restaurants in der Umgebung laden zum Mittagsimbiss ein, wie z.B. das Dolphin von Maria, mit gutem Choriatiki und Saganaki. Ein paar Wanderer haben sich auch noch hierher verirrt, gehen vielleicht entlang der Strände, die jedoch mehr und mehr von Sonnenliegen und sonstigen schattenspendenden Bebauungen vollgestellt werden, ein naturbelassenes Strandstück gibt es immer seltener.


Auch in Naxos Stadt finden wir jetzt nicht mehr den gewohnten Trubel, die Kafeteria Danakos und auch das Restaurant Seepferdchen haben wohl ihre Besitzer gewechselt, sehen auch jetzt einladend aus.


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Die aufgereihten Lokale an der Paralia haben mir eh nie gut gefallen, allen voran Popi´s Grill mit „Chicken Very Nice“, bei dem ich mir im Vorbeigehen auch schon mal den einen oder anderen Fettspritzer auf dem Hemd gratis mitgenommen habe. Für mich sieht das alles gleich aus.


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In Lässigkeit ist Naxos jedoch kaum zu überbieten, vielleicht liegt es wirklich an der weiten Landschaft dieser größten aller Kykladeninseln mit den endlosen Stränden und Dünen wie an der Nordsee. Da kommt einfach Urlaubsfeeling pur auf: ein toller Badetag, ein kühles Getränk zum Sundowner und ein leckeres Essen nebenan im Petrino.


Tagsüber sieht die Uferstraße dann schon nicht mehr so romantisch aus, Busse und sonstige Vehikel wirbeln den Staub auf, und die Busse fahren häufig, bis spät abends, auch Ende September noch.


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Da empfiehlt es sich, die etwas abgelegenen Strände bei Kastraki oder Glyfada aufzusuchen, hier scheint die Zeit stehen geblieben zu sein.


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Aber die Wolken über Paros und über dem Zas zeigen uns unmissverständlich, es wird Herbst, auch auf den Kykladen.


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Zeit für uns, mit der Blue Star nach Piräus und Athen abzureisen.


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