Wandern auf Schinoussa?

   

 

 

 

 

 

 

 

 

 

  

Schinoussa, die Sanfte.

Kaum eine Insel eignet sich besser für ausgedehnte Spaziergänge, leichte Wanderungen durch die hügelige Landschaft und erholsame Badetage.

 

Ich sitze bei Grispos am Tsigouri Beach auf der Terrasse,

schau hinüber nach Iraklia, wo sich die Kumuluswolken

über dem Papas bilden während hier auf dem flachen Schinoussa die Sonne lacht, blicke über die Palmen aufs Meer hinaus und fühle mich ein wenig wie in der Karibik.

Gleich gehen wir in den Ort hinauf, zum Sonnenuntergang,

wo die Sonne genau die Hauptgasse entlang scheint und alles

in ein sagenhaftes gelbes Licht taucht und freuen uns auf das leckere Essen bei Pothiti.

 

Die kleine Wanderung heute hinauf zur alten Mühle war

nicht anstrengend, aber schön.

Die ganze Insel lag vor uns wie Lummerland, wir suchten uns einen einsamen Strand, „Zweimannbucht“ wie ich immer sage, hüllenlos. Lioliou, Bazeau, Almiros oder wie sie nicht alle heißen.

 

Anders als ihre Schwestern Iraklia und Donoussa ist Schinoussa nicht bergig, hat viele Strände und einen netten Hauptort mit griechischem Flair. Von hier aus kann man die Insel erkunden, geht auf Staubwegen die einzelnen Strände ab, die Aussichten sind ein Dorado für Landschaftsfotografen. Die früher mehr vorhandenen Esel sind den Pickups gewichen, man findet sie kaum noch auf Schinoussa. Also muss man die Staubpisten

mit den neuen Gefährten teilen.

 

Schon bald erkennt man, wer am Steuer sitzt: die Einheimischen, sehr rücksichtsvoll, verlangsamen die Fahrt, bleiben oft auch stehen, bis man vorübergegangen ist, um

die Staubfahne zu vermeiden. Nicht selten wird man gefragt,

ob man ein Stück mitfahren will. Die neu zugezogenen

Griechen mit ihren Ferienhäusern und den nagelneuen SUV´s dagegen (gerne in schwarz mit getönten Scheiben) brettern

an dir vorbei und lassen dich Staub schlucken ohne Ende.

Nach dem Motto: die Straßen werden früher oder später ehe alle von der EU geteert. Warum also warten?

 

Trotzdem ist Schinoussa ein urgriechisches Erlebnis,

zum Beispiel der Supermarkt von Nikos Kovaios mit seinen ausgestopften Krokodilen oder die Taverne To Kentro.

 

Hier ist die Zeit stehen geblieben. Mittlerweile haben schon mehrere Tavernen im Juni geöffnet: die Taverne direkt am Hafen, dann Grispos am Tsigouri Strand, an der Hauptgasse Pothiti, Margarita und Meltemi.

 

Wer lange Spaziergänge liebt, nicht so gerne Berge besteigt, kleine einsame Buchten zum Baden mag und wenig Trubel sucht, der ist auf Schinoussa gerade  richtig.  

 

 

 

 

 

 



 

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