Sifnos, ein magischer Ort

 

 

 

 

Es ist merkwürdig, aber sobald ich Sifnos betrete, zieht es

mich immer wieder an einen ganz besonderen Ort.

Es ist nicht nur die Kirche Pangía Chrissopigí selbst, die in fantastischer Lage an der Ostküste liegt.

 

 

 

 

Es ist das Taufbecken hinter der Kirche, das weit draußen fast im Meer auf der Felszunge Iero Vracho liegt und eine magische Anziehungskraft auf mich ausübt. Der schöne alte Taufstein ist mittlerweile durch ein modernes Taufbecken ersetzt worden, aber immer noch geht von diesem Ort eine unglaubliche Ruhe aus.

 

 

 

Wenn ich hier stehe, gleitet vor meinem geistigen Auge fast automatisch mein bisher gelebtes Leben an mir vorbei. Wie im Film kommen plötzlich Ereignisse und Personen ins Spiel.
Was wäre wenn und wo und wann...

Für eine Taufe gibt es keinen schöneren Ort. Hier kann ich sie mir wunderbar vorstellen.

Aus Deutschland würde die gesamte Verwandtschaft angekarrt,
in vollen Fliegern und in sechsstündiger Schiffsfahrt. Die Kleidung ist schon mindestens dreimal durchgeschwitzt, bis sie hier landen.

Dann das etwas einfache Hotel in Sifnos, vielleicht das "Boulis" in Kamares in der Mitte des Strandes (was sollen wir nur hier?),
das Verkleiden in festliche Garderobe, die feinen Schühchen der Damen.

Das stolpern über die Felsen - und dann der Aha-Effekt.
Die Wucht der Elemente spürend - den Wind und die Sonne auf der Haut, in das tiefdunkle Blau der Ägäis blickend wird jedem plötzlich die Unendlichkeit Griechenlands klar, und die Unwichtigkeit und Endlichkeit deseigenen Seins.

Vielleicht würde hier dem Einen oder der Anderen ein Licht aufgehen was es heißt, griechenlandsüchtig zu sein.
Hier mit den richtigen Leuten zu stehen und zu feiern, das wär´s, die Welt in einem anderen Licht betrachtend, Dinge anders sehen.

 

 

An diesem Ort wundert es mich auch nicht mehr, wenn plötzlich die Felsen ringsherum lebendig werden und merkwürdige Silhouetten freigeben, bekannte Gesichter. Wer mag das sein?

 

 

 

 

 

 

 

Inselberichte