Sifnos

von Fáros nach Kástro

 

 

 

 

Irgendwann im Urlaub juckt es uns in den Füßen. Sie wollen bewegt werden.

Nachdem ich mich allmählich an den Anblick der Stavrós Kapelle
mit dem Leuchtturm in der Fassoulou Bucht bei Faros gewöhnt habe, verlangen Auge, Körper und Geist nach Abwechselung.

 

 

Frühzeitig um 7:00 Uhr vom Sensenmann mit seiner Motorsense
geweckt (wieso muss im Urlaubsgebiet morgens um 7:00 Uhr ein völlig unwichtiger Feldwegrand gemäht werden?) machen wir uns auf den Weg von Faros nach Kastro.

Mit dem Wanderführer von Dieter Graf unterm Arm geht es los, den Weg hätten wir alleine nie gefunden.
Er ist schon sehr gut beschrieben.

 

 

 

An der Bucht von Faros vorbei steigen wir hoch
und sind wieder einmal überrascht, wie wenige Schritte genügen, um aus dem Touristen-Alltag auszusteigen und in

die Ursprünglichkeit und Ruhe der Insel einzutauchen.

 

 

Jetzt wissen wir auch, woher der Sensenmann kam, der uns

am Morgen geweckt hatte. Der gesamte Wanderweg rund um Faros war von ihm für uns schon mal freigeschaufelt worden.
Als hätte er gewusst, dass wir kommen. Na ja, dann können

wir ihm nicht weiter böse sein.

Vorbei an einer etwas verlotterten Solaranlage wird die Vegetation auf der anderen Seite der Straße plötzlich wieder üppiger, und im dichten Grün kommt uns der sprichwörtliche Alte auf seinem Esel entgegen, erkundigt sich nach unserm Ziel und wünscht uns einen schönen Tag.

 

 

Die Hitze nimmt rasch zu, und so suchen die Esel den Schatten der Bäume. Nur die dummen Ochsen - oder Stiere - stehen in der Landschaft herum wie die Brandy-Werbung im Spanischen Hochland, regungslos.

 

 

 

Schon bald sehen wir am Ende eines Hohlweges unser Ziel, Kastro. Nur noch das Tal hinunter und auf der anderen Seite wieder hinauf, und schon sind wir da.

 

 

 

Kastro selbst ist kein verlassener Ort, wie immer mal wieder behauptet wird. Wäsche hängt an der Leine und flattert im Wind, der Papás macht seine Runde und hat ein Ohr für die Sorgen seiner Schäfchen.

 

 

 

 

Das schöne Café mit der tollen Aussicht am Rundweg des

Kastro enttäuscht uns wie gewohnt, eine reine Touristenfalle, ködert uns mit einem Glas Wasser bevor wir uns setzen und einen Blick in die Karte tun, bietet aber nur teure Fruchtcocktails an, keine preiswerten Softdrinks, und so

machen wir uns auf den Weg zurück nach Faros.

 

 

 

Wir lassen es uns schmecken in der kleine Ouzerie "O Faros"

und genießen den Blick über die Bucht.

http://www.youtube.com/watch?v=gALILY1NX1I

 

 

Der "Metrio" zum Abschluss ist etwas gewöhnungsbedürftig,
megalo aber lecker.

 

  

Agios Stavrós hat uns wieder.

 

 


 

 

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