Meine Lieblingswege, von Nr. 21 bis 30

21. Naxos: Beim Zeus, der Zas! Kein Märchen aus Tausendundeine Nacht, aber immerhin 1001 Meter hoch. Benannt nach dem Göttervater ist er der höchste Berg in der Kykladenwelt. Bei gutem Wetter ist er von der Kirche Agia Marina aus (bei Danakos) in gut neunzig Minuten zu erklimmen. Dieser Weg ist gut markiert, und mancher erledigt die Strecke sogar in Badeschlappen, andere biwakieren dort sogar, wenn das Wetter es zulässt. 

22. Santorin: Ein weiterer Spazierweg führt uns auf Santorin an der Caldera entlang von Fira nach Imerovikli. Ein Traumpfad für Fotofreunde, auf dem die ganze architektonische Schönheit dieser Postkartenidylle vor uns liegt. Allerdings wissen das auch andere zu schätzen, ganz alleine ist man dort nicht unterwegs. Für Wanderfreunde geht der Weg weiter bis Oia, wo uns in der Menge ein Traum-Sonnenuntergang erwartet.

23. Schinoussa: Um uns einen guten Überblick über Schinoussa zu verschaffen, erklimmen wir heute den Gipfel des höchsten Berges dort. Der Vardies ist mit seinen 134 Metern zwar eher ein Hügel, aber die Aussicht über Schinoussa und die kleinen Ostkykladen bis nach Amorgos lohnt. Die Mühle auf dem Gipfel ist noch relativ gut erhalten, sie trägt die Inschrift 1487 in der Tür – das war fünf Jahre vor der Entdeckung Amerikas!

24. Serifos: Wenn das Wort „atemberaubend“ auf irgendeine Wanderung zutrifft, dann sicherlich auf diese: Von der schönen Chora auf Serifos geht der gepflasterte Wanderweg Nr. 2 hoch zur Ag. Georgios Kapelle, von wo wir einen atemberaubenden Ausblick auf Chora, die Bucht von Livadi und auf Sifnos am Horizont haben. Wieviel Mühen hat es wohl gekostet, diesen wundschönen Weg zu pflastern und anzulegen? 

25. Serifos: Die Chora von Serifos ist für Fotografen, die die vollkommene Kykladenarchitektur erleben möchten, ein Muss. Ein Bus bringt uns von Livadi aus ganz bequem hinauf. Eine schönere Alternative bietet allerdings der alte Treppenweg, der die Straße immer wieder in Serpentinen überquert. Je höher wir gelangen, desto besser wird der Ausblick auf die Bucht von Livadi und zeigt von unten interessante Perspektiven auf die Häuser von Chora.

26. Serifos: Vielleicht treffen wir auf Serifos im Taxiarchis Koster den Vikarios Makarios an, der uns gerne das Innere des Klosters zeigt. Eine Spende wird erwartet! Ein Stück weiter die Straße hinunter bei Kéntarchos beginnt dann der Wanderweg Nr. 1, ein Panoramaweg, der uns Ausblicke auf den Stausee, die Bucht von Psili Ammos und Livadi.

27. Sifnos: Faros auf Sifnos ist heute unser Ausgangspunkt. Ein Weg führt uns von hier bis nach Kato Petali, von wo wir den ehemaligen Hauptort Kastro erreichen. Kastro selbst ist Kykladenarchitektur pur, einer der schönsten, faszinierendsten und geheimnisvollsten Orte der Kykladen, der seit über dreitausend Jahren bewohnt ist. Die auf dem Felssporn vorgelagerte Kapelle der 7 Märtyrer ist der Blickfang und ein beliebtes Fotomotiv.

28. Sifnos: Eine der malerischten Kirchen auf den Kykladen liegt an der Ostküste auf Sifnos. Von Kastro aus führt ein wunderbarer Spazierweg dorthin. Wir verlassen Kastro Richtung Norden, nach dem Parkplatz geht der Weg hinunter zur Küste, einige Schafe lassen sich von uns nicht aufhalten. Vorbei an einer kleinen Kapelle erreichen wir bald die wurderschöne Kirche Panagia Poulati.

29. Sikinos: Ein Heroon ist – laut Wikipedia – in der griechisch-römischen Architektur ein Heiligtum oder Grabdenkmal eines Heros. Ich nehme mal an, das soll ein Held sein, vielleicht ein legendärer Gründer eines Ortes. Auf Sikinos ist das Heroon die Hauptattraktion. Wohl der schönste Wanderweg führt ab Chorio die Küste entlang. Auf dem Rückweg wollen wir die Winery besuchen, wenn sie geöffnet hat könnten wir dort den Inselwein probieren.

30. Syros: Wer einsame Badebuchten liebt, der ist auf der Insel Syros genau richtig. Auch im August kann man hier noch den Massen entfliehen. Vom Badeort Kini geht ein Küstenweg bis zur Delfini Bucht, wo ein Monopati beginnt, das uns zur Traumbucht Varvaroussa führt. Den weißen Sand und das türkisfarbenes Wasser haben wir fast für uns allein, nur ab und zu kommen ein paar Einheimische mit ihrem Boot zu dem einzigen Haus in der Bucht.   

RICHIS KYKLADENFIEBER