Mit der Skopelitis erreichen wir Koufonissi, eigentlich hatten wir die Weiterfahrt nach nach Donoussa geplant, aber an diesem Tag ändert die Skopi ihre Route, wegen des Trauerfalls wird
Donoussa nicht angelaufen, die Familie des Kapitäns erwartet das Schiff schnellstmöglich in Katapola.
Die Fähre trägt ihre Fahne auf Halbmast, eine gewisse Trauer ist zu spüren, jedoch auf Koufonissi geraten wir direkt in eine große Hochzeitsgesellschaft, die mit mehreren Booten zur Feier nach
Kato Koufonissi übersetzen wird, das Leben geht halt weiter.
Hochzeiten auf den Kykladen werden immer beliebter und sind derzeit wohl der Renner. Was auf Santorini oder Folegandros schon Tradition hat, schwappt auch auf die kleinen Kykladen über, und auch in der Chora von Amorgos werden wir noch eine weitere Hochzeitgesellschaft erleben, die fast die gesamten Unterkünfte des Ortes für diese Feier belegt hat.
Erstaunlicher Weise ist es Anfang Juni auf Koufonisse kein Problem, noch eine schöne Unterkunft zu bekommen, bezahlbar und mit einem schönen Ausblick, wenn nicht alle 10 Minuten der Betonmischer vorbeirasen würde, und an zwei Tagen der Strom abgestellt würde, weil die Leitungen wegen der vielen Neubauten erweitert werden müssen. Der Bauboom auf der Insel hat schon erschreckende Ausmaße angenommen, und wir fragen uns, wie die gesamte Infrastruktur dieser kleinen Insel die Touristenmengen wohl aushalten wird. Manche Lokale haben sich schon auf mehr Publikum eingestellt, wie das Neo Remezzo oder das Kapetan Nikolas, die ihre Außenplätze drastisch erweitert haben. Da zieht es uns doch lieber zum alten Hafen ins Aneplora, immer noch ein kleiner „Geheimtipp“.
