Auch in diesem Jahr starten wir wieder in Piräus.. Das Ankommen im Refené, dem noch ganz urigen Restaurant an der Notara, den ersten Abend genießend, mit Blick auf den Baulücken-Parkplatz
gegenüber, das ist ein noch sehr ruhiges Fleckchen in der hektischen Atmosphäre der Hafenstadt und versetzt uns gleich in Urlaubsstimmung.
Das Lokal mit der Brennerei NOE fast nebenan, das ich mir ausgeguckt hatte, ist leider menschenleer, dort wird wohl nur am Wochenende live Rembetiko geboten. So lange können wir aber nicht
bleiben, vielleicht beim nächsten Mal, morgen geht unsere Fähre nach Syros.
Eine Insel, etwas größer als gewöhnlich, eine Insel, die wir schon vor langer Zeit besucht haben, um jetzt einmal zu schauen, wie sich alles verändert hat, und ob der alte „Spirit“ noch da ist,
oder ob es evtl. einen neuen gibt.
Nun, vor langer Zeit zum letzte Mal dort gewesen, in der Delfini Bucht, eine der ruhigsten Orte der Insel, quartieren wir uns ein in eine Unterkunft, die letztes Mal gerade in Bau war, bei
Leonardo und Elias, zwei nette Typen, die den Laden sehr gepflegt halten.
Viel hat sich in der Bucht, direkt neben dem Badeort Kini, nicht verändert, die bekannten Tavernen sind deutlich schicker geworden, der Service anonymer, aber die Speisekarte deutlich umfangreicher und abwechslungsreicher. Die Umgebung lädt zum Wandern ein, jetzt nicht mit Trails oder so, sagen wir mal, für uns zum Spazierengehen. Kirchen und Klöster hat es auch, wie die Schwaben sagen würden, aber auch das muss man mögen. Und auch in der Umgebung gibt es noch kleine ruhige Buchten, die zum Relaxen einladen.
Der Ort Kini selbst scheint von oben größer als er ist, nicht sehr spektakulär, und so machen wir einen Ausflug nach Ermoupolis, der wirklichen Hauptstadt der Kykladen, mit seinem imposanten Rathaus, den blankgeputzten Mamorgassen, alles ist sehr aufgeräumt und zeigt uns ein gewisses städtisches Flair.
Versteckte Ecken laden zum Bade ein – natürlich nur für die Einheimischen. Und über allem wacht der unvergessene Vamvakaris, der berühmteste Sohn der Stadt. Verwinkelte Gässchen überall, ein uriges Kafenio wie das Nisiotissa macht neugierig. Und natürlich ist die große Neorion Onex Werft am Hafen immer noch dominant im Stadtbild, aber das gehört zu Syros einfach dazu, genauso wie inzwischen die Kreuzfahrer, die an der Mole festmachen.
So fließen die Tage schnell dahin, und ehe man sich versieht geht es schon wieder weiter nach Iraklia.
